Die künftige Fernwärmeversorgung steht am Scheideweg.
Hohe Investitionen (120 Millionen) in das uralte Netz und einen neuen Erzeugerpark sind notwendig, welche die Stadtwerke aber erkennbar nicht oder nur zu höheren Zinsen leisten kann.
Investitionen, mit welchen die tief in das Schuldenloch fallende Stadt Erkrath durch Kapitalerhöhung nicht mehr leisten kann.
Viel zu spät haben die Stadtwerke auf die seit Jahren (2019) auf dem Tisch liegenden Vorschläge der BmU reagiert, die Möglichkeiten der Geothermie zu prüfen. Unter allen Alternativen hat die Geothermie die geringsten Wärmegestehungskosten in Höhe von 4,2 ct/kWh. Zur Zeit liegt der Arbeitspreis der Fernwärme bei 14 bis 16 ct/kWh.
Es geht noch preiswerter:
Erfreulich, warum nicht gleich so?
Trotz Antrag der BmU 2022 kamen erst jetzt konkretere Vorschläge der Geschäftsführung der Stadtwerke zur Änderung der Preisformeln auf den Tisch (Dialogveranstaltung am 24.03.2025 und Aufsichtsrat am 27.3.2025). Aber die zeigen in großen Schritten in die richtige Richtung.
"Niemand hat versprochen, dass die Fernwärme billiger wird." sagte der Geschäftsführer im Bürgerdialog der Stadtwerke zum Thema Fernwärme am 25.03.2025.
Wir von der BmU haben das Gegenteil in Erinnerung.
Fernwärme Dialog 1
6.3.2025 ab 19 Uhr den Saal „Neandertal“ im Forum Sandheide. Veranstalter ist die Interessengemeinschaft Fernwärme. Eingeladen sind auch Aufsichtsratsmitglieder der SWE. Für die BmU wird Jürgen Bauer und Christian Ritt teilnehmen, da Bernhard Osterwind, der eigentliche Sprecher der BmU in Fernwärmefragen, durch einen zeitgleich und schon lange feststehenden Termin des Jugendhilfeausschusses verhindert ist.
Traf die BmU mit ihrem Ruf nach Kommunalisierung der Fernwärme 1998 bis 2007 auf taube Ohren, so wurde lange vergessen, dass es eigentlich schon lange Ziel der Kommune war, das Fernwärmenetz zu übernehmen.
„Je langsamer die Dekarbonisierung, umso teurer wird das für die Kunden“, warnt Bernhard Osterwind, Fraktionsvorsitzender der BmU. Besonders Kunden aus dem Geschosswohnungsbau suchen vermehrt Rat in der Millrather Geschäftsstelle der BmU. Osterwind kennt ihre Probleme und fordert entschlossenes Handeln, um die Energieversorgung klimafreundlicher zu gestalten und Kostenexplosionen zu verhindern.
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