CO Pipeline darf nicht in Betrieb gehen

Pressemitteilung von Dieter Donner:

Dieses "Mordsprojekt" darf nicht in Betrieb gehen.


"Ein Spaziergang von Hilden nach Langenfeld war eigentlich dem neu asphaltierten Radweg und der Auswirkung auf gefährdete Amphibien gedacht.
Auf dem Weg kommt man an den Markierungspfählen der CO-Pipeline vorbei: Natürlich schaut man nach, ob die Angaben und der Zustand der Pfähle den Vorgaben der Planfeststellung entspricht.

Da Covestro ja weiter – trotz erheblicher Kritik der für die Rettung zuständigen kommunalen Rettungskräfte - an einer „Erschleichung“ der Zustimmung zu ihrem Alarm- und Gefahrenabwehrplan (AGAP) arbeitet, war eine kritischer Blick auch darauf nur logisch.

Dort mussten wir feststellen, dass es mit der Pflege nicht ganz so weit her ist. Die Bilder zeigen deutlich, dass es an der Schutzabdeckung fehlt.

Dagegen wird aber gut sichtbar die Rekrutierung von Fachkräften beworben. Und das von einer Firma BI, wo nicht klar ist, was diese mit Covestro zu tun hat?

Als Ansprechpartner fingiert nicht etwa ein naher Chempark z.B. Dormagen oder Krefeld sondern der Chemiepark Marl. Dort trifft man bei einem Anruf dann beim „Empfang bzw. Pförtner“, nicht direkt auf einen „Fachbereich“.

Das spricht für eine „schludrige Pflege“ und nicht gerade für eine direkte kompetente Stelle im Falle eines Problems.

Wir nehmen das als Zeichen für sinkendes Interesse an dem Giftgas-Projekt.

Aber wir bleiben weiter dran, denn dieses „Mordsprojekt“ darf nicht in Betrieb
gehen!"

 

 

Bernhard Osterwind von der BmU ergänzt für Erkrath:

"Wir vermissen die Evaluation des CO-Gesetzes und die Dringlichkeit, mit welcher vor 20 Jahren die vorläufige Enteignung begründet wurde. Liest man die damaligen Pamphlete, so müsste man den Eindruck gewinnen, dass es 20 Jahre später keinen Chemiestandort in NRW mehr geben dürfte. Dabei ist die Pipeline noch nicht mal fertig gebaut. Es fehlt der Einbau einer Schutzmatte, ganz zu schweigen von den Investitionen in die Umsetzung des Gefahrenabwehrplanes.. Osterwind: "Man sollte mal überlegen, was man an Sinnvollem mit dem Rohstoff anfangen kann, der da im Boden seit 20 Jahren vor sich hin gammelt. Mir fällt da viel zu ein: Es wäre eine kostengünstige Verbindung, um Abwärme aus der Giesenheide zum Fernwärmenetz in Hochdahl zu bringen, mindestens aber als saisonaler Wärmespeicher sollte man das Rohrnetz in die Überlegungen der Fernwärme einbeziehen."

 

22.03.2026