Auf der von Christian Ritt geleiteten Jahreshauptversammlung der BmU e.V., Unabhängige Wählergemeinschaft für Erkrath, am 08.06.2026 waren die Hauptthemen der rapide Absturz der städtischen Finanzen und der von der CDU und BM geforderte Abriss des Bürgerhauses.
Schon früh hatte Bernhard Osterwind vorgerechnet, dass sich ein Abriss des Bürgerhauses auf keinen Fall rechnet und eine ergebnisoffene Diskussion gefordert.
Dazu lieferte Hermann Lossau aus Hochdahl eine fast neunzigseitige umfangreiche Studie mit zahlreichen Anregungen. Auch er kam zu dem Ergebnis, dass der Abriss viel zu teuer sei und er ergänzte zahlreiche Impulse für die Sanierung des Bürgerhauses. Ratsfrau Marion Spiritus fand z.B. die Idee einer Nutzung durch eine Gemeindeschwesterstation besonders förderwürdig. Immer wieder auch im Mittelpunkt die Hinweise von Lossau auf finanzielle Fördermöglichkeiten.
Lossau in einer Pressemitteilung: "Lossau kam überschlagsmäßig zu folgenden Ergebnissen:
-> Ein Abriss wird unendlich teuer - je nach Aufwand und Risiko der Entsorgung sind das schätzungsweise Kosten in Höhe von ca. 6,0–12,5 Mio Euro. (Förderung
des Landes gibt es dafür nicht).
-> Dagegen könnte eine wirklich gelungene Sanierung mit Modernisierung bei ca. 15 Mio. Euro liegen, wovon durch Förderung des Bundes bzw. des Landes NRW rd. 8-9 Mio. Euro erstattet würden. Nur der Rest bliebe dann als städtischer Anteil."
Lossau weiter: "Vieles von dem, was in diesen Tagen von der Stadt Erkrath und einigen Ratsmitgliedern in der Zeitung zum Bürgerhaus zu lesen ist, z.B. zur Höhe
der Betriebskosten, zur angeblichen Unwirtschaftlichkeit einer Sanierung oder zur öffentlichen Förderung, ist wenig begründet. Hinweise auf denkbare Ausweichquartiere, wie die ebenfalls marode Erkrather Stadthalle, fachlich wenig dienlich." Förderung zu beantragen, verlange stets solide Planungsgrundlagen.
Wenn das in Erkrath in den vergangenen Jahren nicht funktioniert habe, sei man wohl nicht gut vorbereitet gewesen. Er könne auch nicht verstehen, wenn man jetzt mit Gewalt einen Abrissbeschluss wolle, dann aber dennoch kurzfristig 1,5 Mio Euro in den Bau investieren wolle, um ihn bis 2031 betriebsfähig zu halten. Er frage sich: "Sollte man nicht heute erst einmal mögliche Wege einer Sanierung und Modernisierung ausführlich beraten? Wenn man dabei möglicherweise zu keinem positiven Ergebnis komme, könne 2031 immer noch die Variante Abriss zur Entscheidung stehen.
Die Jahreshauptversammlung der BmU e.V. beauftragte die BmU-Ratsfraktion Mehrheiten im Stadtrat zu suchen, um die Abrissformulierung aus dem Haushaltssicherungskonzept herauszubekommen.
Eine historisch-kritische Betrachtung zum Bürgerhaus: