Am 5. März 2025 berichtete die lokale Presse erstmals über die Kritik an der neuen Schornsteinbeleuchtung der Stadtwerke. Das ist allein durch die Lichtverschmutzung umweltschädlich. Direkt neben einem Naturschutzgebiet. Ausschlaggebend waren artenschutzfachliche Bedenken und nicht fachgerecht ausgeführte Beleuchtung hinsichtlich Reduzierung von Lichtverschmutzung.
Auf Einladung der Stadtwerke fand am 17. Juni 2025 ein Gespräch mit der BmU statt. Dabei machten wir deutlich, dass die Beleuchtung in ihrer jetzigen Form aus Sicht des Arten- und Insektenschutzes problematisch ist und nicht den Standards moderner Lichtlenkung entspricht. Eine unabhängige fachliche Bewertung liegt bis heute nicht vor. Die Stadtwerke betonten die gewünschte Werbewirkung und signalisierten lediglich die Bereitschaft, mögliche Optimierungen zu prüfen. Eine vollständige Abschaltung wird dort aktuell nicht in Betracht gezogen. Als mögliche Zwischenlösung wurde eine saisonale Abschaltung während besonders insektenaktiver Monate erwähnt, jedoch ohne konkrete Festlegung.
Wir haben empfohlen, eine anerkannte Expertin für Lichtimmission und Artenschutz einzubeziehen. Dieser Empfehlung wurde bisher nicht gefolgt. Stattdessen teilten die Stadtwerke mit, Angebote bei drei Fachfirmen für ein Gutachten eingeholt zu haben.
In der letzten Rückmeldung vom 28. November wurde mitgeteilt, dass diese Angebote noch nicht vorliegen. Erst danach soll über weitere Schritte entschieden werden. Auch die von uns angefragten technischen Daten zur bestehenden Beleuchtungsanlage stehen weiterhin aus.
Angesichts der beginnenden dunklen Jahreszeit und der damit verbundenen langen Leuchtzeiten halten wir eine zeitnahe Klärung für notwendig. Sobald neue geprüfte Informationen vorliegen, informieren wir erneut.
Stand 29.11.2025